Angebot für Kinder und Jugendliche

Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche.

Alfred Adler

Aus systemischer Sicht kann das Verhalten von Kindern und Jugendlichen oft anhand ihrer Beziehungen zu anderen Menschen erklärt werden. Deshalb ist es bei der systemischen Kinder- und Jugendlichentherapie wichtig, die Familie und das soziale Umfeld mit einzubeziehen.  Von Interesse ist dabei, welche Ressourcen bei den Kindern sowie der Familie vorhanden sind, welche Lösungsmodelle es bereits gibt und wie sich die Beziehung und Kommunikation der Mitglieder gestaltet.

Häufige Anlässe für eine Behandlung sind:

  • Ängste: Vor der Schule, Prüfungen, dem Alleinsein, der Trennung von der Mutter/dem Vater, oder übermäßiges “sich sorgen”.
  • Bedrückte Stimmung: Traurigkeit, Lustlosigkeit, Rückzug, Passivität, selbstschädigendes Verhalten, Stimmungsschwankungen, Minderwertigkeitsgefühle.
  • Auffälliges Sozialverhalten: Ungewöhnlich häufige oder schwere Wutausbrüche, Ärger oder Groll, Lügen; anhaltendes Trotzverhalten; keine guten Freunde oder Freundinnen haben.
  • Aufmerksamkeitsprobleme:  Unruhe, Impulsivität, Lern- und Leistungsstörungen sowie Teilleistungsstörungen.
  • Belastungsreaktionen: Bei Mobbing, Schulversagen, Missbrauch, Krankheit, Verlust eines Familienmitgliedes, Unfällen. 
  • Zwänge: Übertriebenes Waschen, Reinigen, Ordnen, Zählen; aufdringliche, störende Gedanken.
  • Psychosomatische Symptome: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Einnässen, Einkoten, Essstörungen.

Behandlungsablauf:

Zu Beginn können erste Fragen gerne telefonisch beantwortet werden. Anschließend wird ein Termin zum Kennenlernen vereinbart. In weiteren Sitzungen wird dann deutlicher, 

  • welche Hoffnungen und Erwartungen an die Behandlung geknüpft sind, welche Behandlungsform sinnvoll ist,
  • wie eine Behandlung wirken kann und welche Arbeitsweisen zum Einsatz kommen,
  • wie die Zusammenarbeit mit den Eltern aussehen kann,
  • bei jungen Erwachsenen: ob die Eltern bei den Sitzungen mit anwesend sein und wie sie einbezogen werden sollen,
  • ob eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann.

 

Erst dann werden ein Behandlungsplan und das weitere Vorgehen vereinbart.

Besonders bedeutsam finde ich den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung sowie das Erkennen der Talente und Ressourcen des Kindes und Jugendlichen sowie dessen Familie.

Angebot für Kinder und Jugendliche 1

In meiner Arbeit gehe ich auf den Entwicklungsstand des Kindes oder Jugendlichen ein. Mit altersentsprechenden und erlebnisorientierten Angeboten sowie einer achtsamen Wahrnehmung der eigenen Empfindungen und Bedürfnisse entwickeln wir nach und nach individuell passende Wege und Lösungen. 

Die Behandlung findet in der Regel gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil und dem Kind, oder auch mit der gesamten Familie statt. Junge Erwachsene können gegebenenfalls alleine zu den Sitzungen kommen.

Und wenn einer nicht kommen will?

Es ist wünschenswert, dass alle an dem Konflikt beteiligten Personen anwesend sind. Sollte einer (z.B. das Kind oder ein Elternteil) nicht in der Lage sein sich zu beteiligen, kann eine Beratung alleine mit Ihnen als Eltern oder Elternteil nützlich sein. Denn oft reichen Veränderungen eines Einzelnen aus, um auf das gesamte System zu wirken.